Schräg schlafen – eine bewährte Schlafposition mit gesundheitlichem Nutzen

Das Schlafen in leichter Schräglage ist keine moderne Erfindung. Bereits frühere Kulturen nutzten diese Schlafposition, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Heute bestätigen Schlaf- und Gesundheitsexperten, dass schräg schlafen zahlreiche positive Effekte auf den Körper und die Schlafqualität haben kann.
 

Was sagt die Medizin zum schrägen Schlafen?

Der Mediziner Prof. Dr. med. Karl Hecht beschreibt, dass durch eine dauerhaft geneigte Schlafposition unter anderem folgende Beschwerden positiv beeinflusst werden können:

  • Sodbrennen und Reflux
  • nächtlicher Harndrang
  • Prostata-Beschwerden
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • niedriger und hoher Blutdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlafapnoe und Schnarchen
  • verstopfte Nasennebenhöhlen
  • Störungen des vegetativen Nervensystems
 

Historische Erkenntnisse zum Schrägschlafen

Archäologische Funde zeigen, dass bereits im 3. Jahrtausend vor Christus geneigt geschlafen wurde. Auch der bekannte Naturarzt Christoph Wilhelm Hufeland warnte schon vor über 200 Jahren vor dem dauerhaften horizontalen Liegen. Seitdem haben sich zahlreiche Forscher mit den Auswirkungen verschiedener Schlafpositionen beschäftigt.
 

Warum eine reine Oberkörperhochlagerung problematisch sein kann

Bei Herz- oder Atemproblemen empfehlen Ärzte häufig, lediglich den Oberkörper anzuheben. Diese Lösung ist jedoch oft nicht ergonomisch sinnvoll. Durch verstellbare Kopfteile oder Keilkissen entsteht ein unnatürlicher Knick in der oberen Wirbelsäule. Dies kann während der nächtlichen Regeneration zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich führen und den Schlaf zusätzlich beeinträchtigen.
 

Horizontales Schlafen als möglicher Risikofaktor

Die Wissenschaftler Singer und Grismeijer konnten in verschiedenen Untersuchungen zeigen, dass dauerhaft flaches Liegen mit zahlreichen Beschwerden in Verbindung stehen kann, darunter:

  • Migräne
  • Alzheimer
  • Schlafapnoe
  • Impotenz
  • Schlaganfall

Beim waagerechten Liegen entsteht ein nahezu schwerkraftneutraler Zustand. Dadurch verlagert sich mehr Blut in Richtung Kopf und Gehirn. Der erhöhte Druck kann funktionelle Störungen begünstigen – insbesondere bei Menschen mit Übergewicht oder Bewegungsmangel.
 

Erfahrungen und mögliche Vorteile des Schrägschlafens

Viele Anwender berichten über vielfältige positive Effekte durch das Schlafen in Schräglage:

  • bessere nächtliche Regeneration
  • weniger Sodbrennen und Reflux
  • schneller warme Füße, auch im Winter
  • weniger morgendlicher Schwindel bei niedrigem Blutdruck
  • Entlastung von Rücken und Wirbelsäule
  • Verbesserung von Schnarchen und Atemproblemen
  • Unterstützung der Nieren- und Blasenfunktion
  • effizientere Entgiftung während des Schlafs
  • kein geschwollenes Gesicht oder Augen am Morgen
  • positive Effekte auf Prostata, Herz und Kreislauf
  • verbesserte Durchblutung und Mikrozirkulation
  • Unterstützung bei Skoliose, Kyphose und Lordose
  • stabilisierender Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
 

Empfehlungen zum sicheren Umstieg

Experten empfehlen das Schrägschlafen als dauerhafte Schlafposition – insbesondere für Menschen mit ungeklärten Schlaf- oder Gesundheitsproblemen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Therapeuten darüber, damit bestehende Behandlungen angepasst werden können. In manchen Fällen kann sich dadurch sogar der Medikamentenbedarf reduzieren.

Wenn medizinische Gründe wie Thrombose eine Beinhochlagerung erforderlich machen, sollte vor dem Schrägschlafen unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Ein erfahrener Arzt kann einschätzen, ob eine leichte Neigung mit dem Kopf nach oben für Sie geeignet ist.
 

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(Ausführliche Diskussionen, Studien und Interviews zur sogenannten Bett-Neigungs-Therapie finden Sie unter anderem über eine englischsprachige Suche nach dem Begriff Inclined Bed Therapy.)